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Der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW ist die berufsständische Interessenvertretung unabhängiger Finanzdienstleister und Versicherungsmakler. Der Verband vertritt die Interessen von ca. 40.000 Versicherungsmaklern sowie unabhängigen Finanzanlagen- und Immobilardarlehensvermittlern aus rund 2.000 Mitgliedsunternehmen.

Der AfW ist gefragter Gesprächspartner der Politik im gesamten Bereich der Finanzdienstleistung. Sein Engagement ist Garant dafür, dass die Interessen der unabhängigen Finanzdienstleister in Politik, Wirtschaft und Presse wahrgenommen und berücksichtigt werden.

Verstärken Sie unsere Gemeinschaft und werden Sie Mitglied im Bundesverband Finananzdienstleistung AfW. Ihre Stimme ist wichtig! Denn kaum ein anderer Berufsstand wird so oft angegriffen, wie der des Versicherungsmaklers sowie des unabhängigen Finanzanlagenvermittlers. Als Mitglied des AfW helfen Sie, Ihre Zukunft zu sichern und sichern sich durch Ihren Mitgliedsbeitrag von nur 156 EUR (Einzelmitgliedschaft) weitere Vorteile:

  • Vertretung Ihrer Interessen in Berlin, Brüssel und gegenüber der Finanzwirtschaft
  • kostenlose Erstberatung zu Rechts-, Steuer- und Qualifikationsthemen
  • Wissensvorsprung & wichtige Kontakte zu anderen namhaften Mitgliedern

Mehr als 60 Fördermitgliedsunternehmen aus der Versicherungswirtschaft von Investment- und Vertriebsgesellschaften, Emissionshäusern sowie Dienstleistungsunternehmen unterstützen bereits die Arbeit des AfW für die unabhängigen Versicherungsmakler und Finanzdienstleister.

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Provisionsdeckel: Es kann nicht sein, was nicht sein darf 17.09.2018

Der AfW-Verband will sich mit allen Mitteln gegen einen Provisionsdeckel stemmen und legt sich schon mal fest: Der Provisionsdeckel kommt nicht. Fünf Gründe führt der Interessensverband für seine These an und erläutert, warum es um mehr als nur um eine Vergütungsfrage geht.

Provisionsdeckel: Es kann nicht sein, was nicht sein darf

Das Gespenst des Provisionsdeckels in der Lebensversicherung geht schon seit geraumer Zeit um. Im LVRG-Evaluierungsbericht des Finanzministeriums wird er gefordert und die BaFin hat sich schon vorauseilend Gedanken zu einer möglichen Ausgestaltung gemacht. Eine Entscheidung jedoch lässt auf sich warten.

Am Montag hat sich nun der AfW noch einmal zu Wort gemeldet. Er stemmt sich gegen den Provisionsdeckel und erklärt: „Es geht bei der ganzen Diskussion nicht um 1% Vergütung mehr oder weniger. Es geht um sehr viel grundsätzlichere Fragen.“, so der geschäftsführende Vorstand des AfW, Rechtsanwalt Norman Wirth.

Verfassungswidrig

Ein Provisionsdeckel wäre nach Ansicht des AfW ein nicht gerechtfertigter Eingriff in die im Grundgesetz geschützte Gewerbefreiheit. Es gäbe keine sachgerechten Erwägungen, die den Gesetzgeber legitimieren könnten, eine Provisionsgrenze einzuführen. Der AfW will hierzu gemeinsam mit weiteren Unterstützern schon bald ein verfassungsrechtliches Gutachten präsentieren.

Verbraucherschädlich

Der Eingriff bei den Provisionen würde insbesondere die unabhängigen Vermittler treffen. Darüber ist sich der Markt einig. In Folge könnten Versicherungsmakler ihrem Beruf den Rücken zukehren. Das könne wohl kaum im Sinne der Verbraucher sein, meint der AfW. Denn betroffen wäre vor allem der Berufsstand, der per se auf Seite des Kunden stehe.

Wettbewerbswidrig

Des Weiteren sieht der Verband den freien Wettbewerb durch einen Preisdeckelung aufgehoben. Es gäbe auch aus diesem Blickwinkel heraus keinen Sachgrund für eine derart massive Preisregulierung. Es würde nicht berücksichtigt werden, dass es unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen für die verschiedenen Vermittlergruppen gebe.

Europarechtswidrig

Zudem widerspräche eine derartige Regulierung den Zielen des europäischen Binnenmarktes. Zu diesen Zielen gehört insbesondere der freie und unverfälschte Wettbewerb. Der AfW will gemeinsam mit weiteren Unterstützern auch dazu demnächst mit einem Sachverständigengutachten nachlegen.

Keine Chance für Soft Law

Auch einem Provisionsdeckel, der über Rundschreiben oder anderweitigen „Soft Law“-Varianten auf Umwegen eingeführt werden könnte, erteilt der AfW eine Absage. Ein Provisionsdeckel sei beispielsweise keine Aufgabe der BaFin oder anderen ausführenden Behörden.

Der AfW kündigt an, „sich kompromisslos gegen jegliche Versuche von Politik und BaFin zu wenden“, die in die Rechtspositionen seiner Verbandsmitglieder eingreifen. Kurzgefasst will der Verband nicht akzeptieren, dass unabhängige Vermittler die Zeche für etwas bezahlen müssen, was sie nicht zu verschulden haben. (bh)

 

DSGVO: Müssen per E-Mail versandte Daten verschlüsselt werden? 15.06.2018

Sogenannte „technisch organisatorische Maßnahmen“ sind seit der Datenschutzgrundverordnung von Unternehmen durchzuführen. Dazu zählt die Verschlüsselung beim Versand von Emails. Was hierbei zu beachten ist, erklärt Rechtsanwalt Norman Wirth von Wirth-Rechtsanwälte.

DSGVO: Müssen per E-Mail versandte Daten verschlüsselt werden?

Seit die DSGVO gilt, müssen sich Unternehmen auch mit TOM herumschlagen. TOM? Nach der DSGVO müssen „technisch organisatorische Maßnahmen“ – Abkürzung: TOM – für den Datenschutz getroffen werden. Eine solche Maßnahme ist die Verschlüsselung. Trotz aller Aufregung darüber: Die DSGVO bringt nichts grundlegend Neues zum Thema Verschlüsselung. Bereits in der Vergangenheit musste E-Mail-Kommunikation verschlüsselt werden, sofern sie personenbezogene Daten enthielt.

Zwei Gruppen von Verschlüsselungsstandards

Man kann zwei Gruppen von Verschlüsselungsstandards unterscheiden. Zum einen die Verschlüsselung des Transportweges und zum anderen die Verschlüsselung des Inhalts der E-Mail. Üblich im Bereich der Transportwegverschlüsselung ist der Standard TLS (Transport Layer Security). Wichtig ist hierbei, dass der gesamte Transportweg verschlüsselt ist und keine Lücken bestehen, beispielsweise beim Abruf vom E-Mail-Provider zum lokalen E-Mail-Programm. Im Bereich der Inhaltsverschlüsselung sind v.a. S/MIME(Secure / Multipurpose Internet Mail Extensions) undOpenPGP(Pretty Good Privacy) zu nennen. Bei der Inhaltsverschlüsselung werden allerdings nicht Metadaten verschlüsselt, was ein Risiko darstellen kann. Größere Sicherheit besteht bei der Kombination beider Methoden.

Makler sollten vorher mit den E-Mail-Empfängern sprechen

Egal welche Methode vom Makler gewählt wird, sollte vorher mit Empfängern wie Produktgebern und Pools geklärt werden, welche Verschlüsselungstechnik unterstützt wird. Denn insbesondere bei Inhaltsverschlüsselung ist eine aufwändige Installation von Zertifikaten und Schlüsseln Voraussetzung. Eine Verschlüsselung via TLS ist dagegen meist recht problemlos möglich und erfordert „nur“ die entsprechenden E-Mailservereinstellungen.

Kein Grund für Schreckensszenarien

Abschließend noch einmal grundsätzlich: Die DSGVO ist für alle neu. Über Sinn und Unsinn einzelner Regelungen kann man sicherlich diskutieren. Jetzt gilt es aber, die Vorgaben umzusetzen. Alle Unternehmen und Behörden sind erst dabei, den richtigen Weg zu finden. Die Anwendung dieser neuen Regelungen als Wettbewerbsvorteil nutzen zu wollen, den Markt über Schreckensszenarien zu verunsichern oder mit Abmahnungen Geld machen zu wollen und unliebsame Konkurrenten zu schädigen ist sicherlich kontraproduktiv. Keiner wird absehbar zu 100 % DSGVO-konform aufgestellt sein können. Das Bemühen der Branche richtig und Geiste der DSGVO zu handeln, ist klar ersichtlich und sehr zu begrüßen.

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AfW stellt Vermittlern Standard-Datenschutzerklärung bereit 25.05.2018

Gemeinsam mit Maklerpools hat der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW eine Datenschutzinformation und -einwilligung erarbeitet, die Makler für ihre Kunden verwenden können. Mit dem Dokument will der AfW einen brancheneinheitlichen Standard setzen.

AfW stellt Vermittlern Standard-Datenschutzerklärung bereit

Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist nun verbindlich anzuwenden. Bei der korrekten Umsetzung der neuen Anforderungen stellt eine DSGVO-konforme Datenschutzerklärung – so der hergebrachte Begriff – ein wesentliches Element dar. Gemeinsam mit Maklerpools hat der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW eine Datenschutzinformation und -einwilligung erstellt, die Makler für ihre Kunden nutzen können. Mit dieser Vorlage will der AfW einen Marktstandard setzen.

Datenschutzinformation und Einwilligung

Künftig ist zwischen der Datenschutzinformation und der Einwilligung zu unterscheiden. Mit der Datenschutzinformation erfüllen Makler die Informationspflichten gegenüber den Kunden, und zwar im Hinblick darauf, wie mit deren Daten umgegangen wird.Mit der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung müssen Vermittler für bestimmte Verarbeitungsvorgänge bzw. Kategorien von Daten wie beispielsweise Gesundheitsdaten die ausdrückliche Einwilligung des Kunden zur Verarbeitung der Daten einholen. Beides ist in der Vorlage des AfW verbunden.

Ein einheitliches Dokument für die Branche

Der AfW hofft nun, dass sich weitere Branchenteilnehmer dieser Vorlage anschließen. Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand des AfW, betont: „Es ist schon problematisch genug, dass die DSGVO in vielen Punkten mehr Fragen als Antworten aufwirft. Da sollte die Branche zumindest bei einem solchen Dokument einheitlich agieren. Gern machen wir hier den ersten Aufschlag.“ Konstruktive Kritik im Sinne aller Anwender und deren Kunden sei dabei willkommen, so Wirth.

Im Vorfeld hatten sich auf Initiative des AfW im April und im Mai Datenschutzfachleute und Vertreter einiger Maklerpools zum fachlichen Austausch getroffen. Im Zuge dieser Treffen hatte man sich darauf verständigt, zur Unterstützung für Makler eine brancheneinheitliche Datenschutzerklärung zu formulieren. (AssCompact berichtete). (tk)