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MORGEN & MORGEN nimmt private Krankenversicherer unter die Lupe 02.08.2018

Im aktuellen M&M-Rating „KV-Unternehmen“ erhalten fünf von 30 analysierten privaten Krankenversicherern die Bestnote von fünf Sternen. Acht Unternehmen bekommen vier Sterne. Die angespannte Kapitalmarktsituation hat sich laut M&M in den Kennzahlen der Unternehmen bemerkbar gemacht.

MORGEN & MORGEN nimmt private Krankenversicherer unter die Lupe

MORGEN & MORGEN hat jüngst 30 private Krankenversicherer einer genauen Analyse unterzogen. Im Rahmen der Fünfjahresbetrachtung des M&M-Ratings „KV-Unternehmen“ wurden jeweils zehn Bilanzkennzahlen der privaten Krankenversicherer für die Jahre 2013 bis 2017 analysiert.

Die fünf Versicherer Alte Oldenburger, LVM, Provinzial, R+V und Signal erhalten eine 5-Sterne-Bewertung. Allianz, ARAG, Debeka, DEVK, HALLESCHE, HanseMerkur, Inter und Mecklenburgische erreichen eine 4-Sterne-Bewertung.

Die Wachstumsrate für natürliche Personen in der Vollversicherung ist M&M zufolge im Geschäftsjahr 2017 um 0,6% gesunken. Zusatzversicherungen erfreuten sich dagegen nach wie vor großer Beliebtheit. Das Wachstum betrug hier 1,3%. Bei der Anzahl der versicherten Personen insgesamt stellten die M&M-Analysten ein Wachstum in Höhe von insgesamt 0,9% fest.

Die angespannte Kapitalmarktsituation macht sich in den Kennzahlen bemerkbar: Eigenkapitalquote, RfB-Quote und Bewertungsreservequote sind gesunken. Die Nettoverzinsung hat ebenfalls ihren fallenden Trend fortgesetzt. Im Marktdurchschnitt ist sie auf 3,5% gesunken.

Trotz schwieriger Bedingungen haben sich sowohl die Kostenquoten, als auch die Schadenquote verbessert und sind wieder leicht gesunken. Die Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote steigt um 2,2 Prozentpunkte. Die Versicherer setzen vermehrt auf einen nicht zu knapp bemessenen Sicherheitszuschlag, um möglichen Beitragsanpassungen entgegenzuwirken.

Das Rating und die Erläuterungen dazu finden sich hier.

 

MORGEN & MORGEN nimmt Unisex-Tarife in der PKV unter die Lupe 04.07.2018

2012 starteten die privaten Krankenversicherer neue Tarife mit geschlechtsunabhängigen Prämien. MORGEN & MORGEN hat diese Unisex-Tarife nun erstmals in puncto Beitragsstabilität beleuchtet. 879 Tarifkombinationen von 29 Versicherern wurden geprüft, für 318 gab es je fünf Sterne und damit die Bestwertung.

MORGEN & MORGEN nimmt Unisex-Tarife in der PKV unter die Lupe

Ende 2012 starteten die Versicherer branchenweit neue PKV-Vollversicherungstarife mit geschlechtsunabhängigen Prämien. Hintergrund war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das Beitragsunterschiede auf Grund des Geschlechts als unzulässige Diskriminierung wertete. In einem Rating hat das Analysehaus MORGEN & MORGEN nun erstmals diese Unisex-Tarife im Hinblick auf ihre Beitragsstabilität unter die Lupe genommen. Da die Tarife bislang über keine Beitragshistorie mehr verfügten, wurde das M&M Rating PKV Beitragsstabilität zuvor ausgesetzt. In diesem Jahr ist eine Bewertung der Beitragshistorie der letzten fünf Jahre nun möglich.

Fünf Sterne für 318 Tarifkombinationen

Im Rating haben die Analysten Neugeschäftsbeiträge und Beitragsanpassungen der PKV-Tarife marktweit verglichen und zu einer Bewertung pro Tarif(kombination) aggregiert. Herangezogen wurden für die Tarifbausteine ambulant, stationär und Zahn die Neugeschäftsprämien für die jeweils vergangenen fünf Jahre und die Beiträge der Eintrittsalter von 21 Jahre bis einschließlich 50 Jahre gemittelt. Insgesamt wurden 879 Tarifkombinationen von 29 Versicherern beleuchtet. 318 davon und damit 36% der untersuchten Tarife erhielten fünf Sterne und damit die beste Bewertung. Vier Sterne vergaben die Analysten für 282 Tarife und für 217 weitere drei Sterne.

Auch Beitragsstabilität für Tarifauswahl relevant

Durch die Bewertung der Beitragsstabilität der Tarife lässt sich die Frage nach der Höhe der Beitragsanpassungen für Kunden beantworten. Ein potenzieller Neukunde kann sich anhand der bisherigen Beitragssteigerungen überlegen, ob diese überdurchschnittlich ausfielen oder nicht. „Aus der Vergangenheit lässt sich nicht ohne Weiteres in die Zukunft extrapolieren, dennoch liegt ein relevanter Indikator für die Entscheidung für oder gegen einen Tarif vor“, so Schneider.

Beitragsanpassungen von durchschnittlich 1,44%

Während das Anpassungsniveau der Beiträge im Jahr 2012 im Schnitt noch bei knapp 5% lag, beläuft es sich nun auf durchschnittlich 1,44%. Dieser Wert überrasche kaum, wie Schneider betont, da alle Tarife vor etwa sechs Jahren vollständig neu kalkuliert wurden. „In den ersten Jahren fielen die Beitragsanpassungen folglich gering aus“, so Schneider. Generell seien moderate Beitragsanpassungen nicht unüblich. So entwickle sich die Medizin weiter und neue Technologien seien entsprechend kostenintensiv. Zudem führe auch die steigende Lebenserwartung zu höheren Gesundheitskosten. (tk)

Mehr Informationen zum Rating und den Ratingergebnissen gibt es hier.

 

Diese Trends sieht M&M bei den Wohngebäudeversicherern 11.05.2018

In einem aktuellen Rating hat das Analysehaus MORGEN & MORGEN erstmals die Bedingungen von Wohngebäudeversicherungen untersucht. Von 183 Tarifen sind 44 „ausgezeichnet“. Nebenbei weisen die Analysten auf besondere Trends in der Produktgestaltung und auf steigende Risiken für die Sparte hin.

Diese Trends sieht M&M bei den Wohngebäudeversicherern

Erstmals hat das Analysehaus MORGEN & MORGEN (M&M)die Bedingungswerke der Wohngebäude-Versicherer im Rahmen eines Ratings unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden bei 183 Tarifen von 72 Versicherern die Bedingungen genauer untersucht und anhand von 50 Leistungsfragen überprüft. Das Ergebnis: 44 Tarifen verleiht M&M die Höchstbewertung von fünf Sternen („ausgezeichnet“). Ein „sehr gut“ und damit vier Sterne erhalten 71 Tarife.

Produkterweiterungen und Bedingungsupdates

Die Ratinganalyse zeigt, dass Versicherer Grundprodukte mit kostenpflichtigen Paketen und Leistungseinschlüssen erweitern, anstatt viele verschiedene Tarife zu konzipieren. Zudem gebe es vereinzelt All-Risk Tarife, die auf den Markt der Wohngebäudeversicherungen drängen, indem sie unter anderem Hausratleistungen mit einschließen. Hier sehen die Analysten von M&M einen Trend, der sich fortsetzen wird. Außerdem beobachten die Experten, dass die Produktgeber unbenannte Gefahren und automatische Bedingungsupdates zunehmend in die Bedingungen aufnehmen.

Naturgefahren und steigende Risiken durch Feuer und Nässeschäden

„Im vergangenen Jahr sorgten insbesondere Sturmtiefs wie Axel, Xavier oder Herwart dafür, dass Wohngebäudeversicherungen zunehmend in den Fokus rücken“, begründet Peter Schneider, Geschäftsführer von MORGEN & MORGEN, die Entscheidung für das neue M&M-Rating Wohngebäude. Außerdem weist M&M neben den genannten Naturereignissen auch auf steigende Risiken durch Feuer und Nässeschäden hin, die die Konsequenz eines neuen Trends in der Immobilien-Aufwertung seien: Eigenheimbesitzer würden sich nämlich verstärkt für Saunen, Schwimmbänder oder Photovoltaikanlangen entscheiden. (ad)

Das komplette Rating und die Erläuterung gibt es hier.