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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,

wie die Zeit vergeht: Am 23. Oktober 2018 ist es wieder so weit. Das "Klassentreffen" der Versicherungsbranche auf der DKM in Dortmund startet in die 22. Runde. Wir freuen uns auf Wiedersehen und Kennenlernen und sind an unserem Stand im "Themenpark Insurtech" in Halle 3b für Sie am Start.

Sie möchten erfahren, wie Sie durch 360° Content Marketing ihre Zielgruppen perfekt erreichen? Sie möchten mit uns zu Themen wie Erfolgssteigerung in digitalen Kampagnen (insbesondere im B2B-Umfeld) oder aktuellen Trends im Kontext der Digitalisierung sprechen? Oder Sie interessieren sich für einen hochwertigen (und natürlich DSGVO-konformen) Relaunch Ihrer Website?

Dann sollten wir uns unterhalten. Kommen Sie gern auf einen Kaffee oder eine Erfrischung bei uns vorbei. Wir sind gespannt auf den Austausch mit Ihnen.

Möchten Sie einen festen Terrmin mit uns vereinbaren? Sehr gern! Senden Sie uns einfach eine Terminanfrage an office@newfinance.de.  

Weitere Informationen zu unseren Leistungen und Einblicke in unsere Arbeit finden Sie auf unserer Website unter https://newfinance.de/.  

Auf gute Gespräche in Dortmund!

Herzlichst Ihre

Karin Fitzka und Dr. Rainer Demski
Geschäftsführer

 
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Smart Contracts: Zukunftsmodell für die Versicherungswelt? 10.07.2018

Stellten sich die Menschen vor einigen Jahrzehnten noch durch fiktive Stellvertreter wie Neo im Blockbuster „Matrix“ oder den Robocop die Frage, wie weit die Verquickung von Mensch und Maschine gehen kann, so sind wir heute schon einen Schritt weiter. Jetzt lautet die Frage: Wie weit geht sie schon?

Smart Contracts: Zukunftsmodell für die Versicherungswelt?

Auch aus der Assekuranz gibt es bereits praktische Antworten wie etwa die Fizzy-Police der AXA oder die automatisierte Bewerbungs-Sprachanalyse von Talanx.

Fizzy verarbeitet Schadenmeldungen in der Reiseversicherung via Blockchain vollautomatisch, und im Falle der Talanx stellen sich Manageranwärter einem Roboter, der mit ihnen ein automatisiertes Telefongespräch führt. Dadurch betreten beide Versicherer neues Terrain. Im Falle einer Fehlentscheidung stellt sich eine völlig neue Frage: Trägt eine künstliche Intelligenz die Verantwortung für ihre Entscheidungen? Kann sie das überhaupt? Und falls nicht, wer sonst?

„Schluss mit dem Kommunikationspingpong“

Mit Fizzy kommt neben der Blockchain noch ein weiteres Funktionselement zum Tragen: ein Smart-Contract-Netzwerk, bei dem digitale Vertragsdaten des Kunden mit einer globalen Flugverkehrsdatenbank verbunden sind. Das System basiert neben der Blockchain auf der Kryptowährung Ethereum und greift immer dann, wenn sich der Flug eines Versicherten um mehr als zwei Stunden verspätet. Und das ohne jede Schadenmeldung des Reisenden. Sowohl die Beiträge als auch die Auszahlung im Schadenfall erfolgen über die Blockchain. Um einen Betrug auszuschließen, ist Fizzy über einen sogenannten Smart Contract mit einer weltweiten Flugverkehrsdatenbank verknüpft. Dadurch „merkt“ die Versicherung, ob ein Flug ausfällt, und kann automatisch leisten.

Der „Blockchain Captive“-Prototyp der Allianz indes versichert die einzelnen Standorte großer Unternehmen überall auf der Welt mit einer firmeninternen Captive-Insurance. Die schrittweise Abhandlung im Schadenfall wird ebenfalls mittels eines Smart Contracts verkürzt, sodass die Leistung wesentlich schneller eintritt als mit einer gewöhnlichen Versicherung. „Mit Smart Contracts kann man dieses ganze Kommunikationspingpong absolut abkürzen. Die Kommunikation zwischen Versicherer und Endkunde wird kürzer und schlanker werden“, erklärt Christian Müller, Senior Consultant und Gründer der RWM-Group.

Ein ungeahntes Potenzial?

Die einfache Wenn-Dann-Logik lässt die Fantasie und teils auch die Herzen von Analysten und Unternehmensberatern höher schlagen. Sie sehen in Blockchain und Smart Contacts ein erhebliches Potenzial für die Versicherungswirtschaft, und das nicht nur im Hinblick auf Kosten- und Zeitersparnis im Rahmen automatisierter Entscheidungs- und Regulierungsprozesse, sondern auch für neue Produktwelten. So testeten Allianz und Munich Re unlängst die automatische Regulierung im Falle eintretender Naturkatastrophen. Im Gegensatz zum bisherigen Verfahren, bei dem Makler oder Intermediäre eine Transaktion erst manuell freigeben müssen, entscheidet hier die Blockchain über die Auszahlung. Das Ergebnis: geringere Kosten und schnellere Abwicklung im Vergleich zum manuellen Prozess, wie der GDV berichtet.

Auch für Mikroversicherungen ergeben sich laut einer Studie von McKinsey neue Anwendungsszenarien. So sehen die Experten Potenziale für automatische Versicherungsverträge im „Internet of Things“, dem „Internet der Dinge“. Hier könnten etwa Elektrogroßgeräte, die an das Internet angeschlossen sind, automatisch versichert und im Schadenfall auch reguliert werden.

„Der gesunde Hausmännerverstand wird nicht verschwinden“

Doch trotz aller technologischer Euphorie: Bei komplexeren Entscheidungen sei immer noch der Mensch gefragt, ist Christian Müller überzeugt: „Etwa wenn es um ethische Fragen geht, um die Frage nach einem Einzelschicksal, darf man die Entscheidung nicht einer Maschine überlassen.“ Das gelte ebenso bei ausgeklügelten Betrugsversuchen, die ein Smart Contract nicht erkennt, wie auch bei Versicherungen, die nur an einer einfachen Bedingung hängen. „Der gesunde Hausmännerverstand wird ganz sicher nicht verschwinden“, betont Müller.

Text: Lars-Eric Nievelstein, Redaktion NewFinance Mediengesellschaft

 

Smarte Akquise im Netz: Networking statt Klinkenputzen 19.06.2018

Mit der Digitalisierung rückt die Welt immer enger zusammen. Das gilt auch für die Geschäftswelt. Wie können Makler soziale Kommunikationskanäle zu ihrem Vorteil nutzen? Und was haben Sie überhaupt davon?

Smarte Akquise im Netz: Networking statt Klinkenputzen

Beziehungen schaden nur dem, der keine hat. Klaus Klages, deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger.

Klingt nach einem kitschigen Kalenderspruch. Oder nach einem möglicherweise doch sehr guten Rat? Talent ist lediglich eine Komponente des Erfolgs. Gutes Networking kann Tor und Tür öffnen, Aufträge, Jobs oder Chancen ermöglichen. Gute Networker ersetzen heute die Klinkenputzer von einst. Denn was persönlich funktioniert, klappt ebenso gut im Netz. Oder noch besser, weil effektiver. Es heißt nicht umsonst: Social Media.

Das erste Hindernis: „Die digitale Haustür“

Zuweilen reicht es schon aus, aus dieser hinaus zu treten, um das zu betreiben, was man landläufig Networking nennt. Denn dieser Überbegriff meint zunächst den Aufbau und die Aufrechterhaltung vonpersönlichen und beruflichen Kontakten. Sprich, auch mit den Nachbarn oder Paketboten. Oder online wahlweise mit dem eigenen Account in einer Facebook-Gruppe oder in einem Forum.

Gute Gründe für (digitales) Networking

Ein gut gepflegtes Portfolio an Menschen, Meinungen, Ansprechpartnern und helfenden Händen ist nie verkehrt. Die wichtigsten Gründe für Networking on- und offline:

1.) Beruflicher Austausch mit Gleichgesinnten

Egal ob fachliche Weiterentwicklung oder Wissensaustausch über Foren, Gruppen und Business-Netzwerke. Es kann sowohl darum gehen, sich als Anfänger über eine Thematik zu informieren, als auch sich als Experte zu präsentieren.

2.) Beruflicher Austausch mit Fachfremden

Ebenso wichtig wie mit Gleichgesinnten. Denn hier können Kooperationen entwickelt werden, die eine ganz neue Sichtweise bringen.

3.) Unterstützung und Projekte

Generell führt beruflicher Austausch zu Kontakten. Im Idealfall führen diese Kontakte zu gemeinsamen Projekten, wobei wieder weitere Kontakte und Bekanntschaften dazukommen. Gute Networker schaffen es, falls als Experte und Meinungsmacher etabliert, dass das Netz für sie arbeitet und ihre Kontakte ohne weiteres Zutun weitergereicht werden.

4.) Selbstbewusstsein

Warum immer griesgrämig die Gefallsucht in den sozialen Medien monieren, wenn es für einen selbst arbeiten kann? Teilen Sie Ihre Projekte einfach mal auf Instagram, machen Sie ein YouTube-Video und sammeln dadurch Likes, Shares, Kontakte, Bewunderung und Unterstützung. Es ist immer toll zu sehen, wenn fremde Menschen vom eigenen Projekt, Produkt, der eigenen Person begeistert sind.

https://www.xing.com/news/articles/warum-networking-im-beruf-so-wichtig-ist-810337

How to Network: Kenne deine Zuhörer

Die Zielgruppe, ihre Foren und favorisierten Plattformen genau zu kennen, ist erfolgsstiftend für jeden Networker. Denn wie sonst soll er seinen Zuhörer richtig einschätzen können?

Was interessiert die Leute? Kann ich ihr Interesse wecken? Haben wir gleiche Ziele und Vorstellungen? Überschneiden sich unsere Argumente? Folgen Sie ihnen auf Facebook, Xing, Instagram und Co., machen Sie sich mit ihnen vertraut.

Klug selektieren: Kanäle wählen

Facebook, Instagram, Pinterest, YouTube, Twitter, LinkedIn, Xing, Blogs und Foren. Es sind zu viele soziale Plattformen, um auf allen präsent zu sein. Stichwort: intelligente Selektion.

Ausschlaggeben ist, ob sich die Ziel- oder Interessensgruppe auf dem Kanal befindet. Facebook bietet zwar mehr Gruppen, auf Xing und LinkedIn ist der Wunsch nach beruflicher Kooperation dafür bereits gegeben. Die Wahl liegt bei Ihnen.

Auf den Eindruck kommt es an: Profil mit Profil

Wer Kontakt aufnehmen will, darf keine Angst haben sich zu zeigen und vorzustellen. Der erste Schritt für erfolgreiches Networking im Netz ist ein attraktives Profil. Dazu gehören: Starke, authentische Fotos, Videos und Profilbilder. No-Gos: Langatmige Erklärungen und Marketingphrasen. Menschen vernetzen sich mit sympathischen Menschen, nicht mit Bots oder Profilneurotikern.

Am Ball bleiben: Sei und bleibe neugierig

Networking funktioniert am besten, wenn Sie Interessengruppen folgen. Verwenden Sie Twitter-Listen, um Personen zu gruppieren, die über dasselbe Thema sprechen, und um Ihr eigenes Referenznetzwerk zu erstellen. Wenn Sie andere interessante Listen sehen, bauen Sie Ihr Netzwerk auf, indem Sie diese abonnieren. Auch auf Facebook interessanten Gruppen beizutreten, kann enorm weiterhelfen.

Mitmachen: Beiträge zur Social-Networking-Community

Social Media heißt nicht umsonst so. Grundlage aller Plattformen: Kommunikation und Interaktion. Eigene Beiträge, fremde Beiträge sind gefragt. Nur relevant sollten sie sein. Ansonsten geht es ums Teilen, Liken oder Kommentieren. Schnell entstehen Dialoge, Diskussionen, Meinungsaustausch und Kontakte.

Um die Profite Ihres Social-Media-Networking zu maximieren, sollten Sie regelmäßig in der Community präsent sein. Sich selbst immer wieder ins Gespräch bringen. Liken, Vorschlagen, Kommentieren, Diskussionen anstoßen.

Auf dem Boden bleiben: Nicht übertreiben!

Die beinahe wichtigste Regel beim Networking in den sozialen Medien. Weniger ist manchmal mehr. Denn ebenso wie im realen Berufsleben, will auch im Netz niemand mit anhänglichen Kletten und Nervensägen zusammenarbeiten. Leider verleitet die Unverfänglichkeit des Internets, zu viel Information zu veröffentlichen, zu oft Leute anzuschreiben, zu viel zu machen. Kooperationsangebote und Projekte nicht gedankenlos nach rechts und links verteilen! Niemals Kontakte sofort damit anschreiben. Die Kunst des Smalltalks ist gefragt.

Von Nikita Mitryaev, Redaktion NewFinance Mediengesellschaft

 

LOHAS, Baby-Boomer und Millennials: Auf die Ansprache kommt es an 07.06.2018

Kundengruppen verändern sich mit der Zeit. Welche Zielgruppen gibt es aktuell und welche sind neu? Worauf legen sie Wert in Sachen Vorsorge und wie unterscheiden sie sich voneinander? Und vor allem: Wie spricht man sie richtig an?

LOHAS, Baby-Boomer und Millennials: Auf die Ansprache kommt es an

Wir leben in turbulenten Zeiten. Digitalisierung und Globalisierung schweißen einerseits die Menschen zusammen und trennen dafür andere. Generationen werden von neuen Eindrücken und kulturellen Umbrüchen geprägt. Neue Zielgruppen entstehen, getrieben von neuen Motivationen und neuen Idealen, alte verändern sich und passen sich an. Will man mit ihnen einen Dialog führen, gilt es sich damit auseinanderzusetzen, was sie ausmacht. Insbesondere in Finanz- und Vorsorgefragen sind eine präzise Kenntnis des Gegenübers, „Bauchgefühl“ und Erfahrung echte Erfolgsgaranten.

Ein aufschlussreicher Einstieg

Hier eignet sich ein kleiner Vergleich: Menschen sind wie Türschlösser. Hat man eines davon vor sich, so ist dieses für gewöhnlich nur mit dem richtigen Schlüssel zu öffnen. Wenn man sich an Recht und Ordnung hält, jedenfalls. Kommt man nun mit der Intention, diesem Menschen das richtige Produkt – etwa eine Versicherung – zu vermitteln, so sollte man sicherstellen, auch den passenden Schlüssel dabeizuhaben. Oder in diesem Fall: Die richtige Strategie. Das funktioniert allerdings nicht, wenn man nicht weiß, um was für eine Tür und um welches Schloss es sich handelt.

Nicht jede Zielgruppe spricht auf die gleichen Argumente an. Die wichtigsten Merkmale für jede Gruppe ergeben sich aus diversen Faktoren. Wir haben uns für Sie drei spannende Zielgruppen näher angesehen: die LOHAS, die Baby-Boomer und die Generation Y, aka Millennials. Wie denken sie über Finanzen und Vorsorge, und was ist für eine optimale Zielgruppen-Ansprache zu beachten?

„Ist das auch wirklich nachhaltig?“

LOHAS sind eine Art weiterentwickelte Form der aus den 70-ern und 80-ern bekannten „Ökos“. Im Detail beschreibt LOHAS nicht nur eine Bevölkerungs- oder Zielgruppe, sondern einen Lebensstil. Die Abkürzung steht für das englische „Lifestyle of Health and Sustainability“, was in etwa mit „gesunder und nachhaltiger Lebensstil“ übersetzt werden kann. Die Studie „Seduction to LOHAS“ schreibt ihnen zu, überwiegend unpolitisch, ästhetisch und harmoniebetont zu leben. (http://de.stratum-consult.de/de/stratum-menschen/stratum-lohas-mythos-wirklichkeit.pdf )

Die Gruppe ist geprägt von einem hohen Bildungsniveau, einem oft überdurchschnittlichen Einkommen und dem Hang zu „neuen“ Werten: Insbesondere Gesundheit, Umwelt und der soziale Faktor sind wichtig für sie. Sie pflegen einen nachhaltigen Lebensstil, der jedoch nicht auf Verzicht basiert, sondern auf der richtigen Auswahl und Quantität ihres Konsums. Außerdem wächst die Zielgruppe stetig. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens AC Nielsen belegt, dass derzeit 30% der deutschen Haushalte „nachhaltig“ konsumieren wollen.

In Finanz- und Versicherungsfragen: Hauptsache fair

LOHAS mögen „grünes“ Geld. Damit sind Finanzprodukte gemeint, die sich umweltfreundliches und vielfach auch sozial engagiertes Wirtschaften auf die Fahnen geschrieben haben. Fortschrittlichkeit und Innovation sprechen sie genauso an wie gesellschaftliches Engagement und Umweltbewusstsein. LOHAS-Kunden belohnen Unternehmen, die verantwortungsbewusst wirtschaften. Ihnen ist es wichtig, genau zu wissen wohin ihr Geld fließt, wen sie damit unterstützen (und wen nicht) und wer davon profitiert. Glücksspiel, Atomenergie, Raubbau, unethische oder nicht-ökologische Produkte sind tabu. Transparenz hingegen entscheidend. Für Produkte, die ihrem Lebensstil entsprechen, sind LOHAS bereit, vielfach mehr zu investieren.

Die Baby-Boomer: Nichts geht über die Familie

Was klingt wie ein klassischer Einzeiler Marlon Brandos, ist in Wirklichkeit die Essenz der Baby-Boomer-Generation. Namensgebend ist die hohe Geburtenrate dieser Jahrgänge. Nach dem zweiten Weltkrieg nahm diese nämlich sowohl in Deutschland als auch in Amerika massiv zu. Die Wichtigkeit dieser Gruppe rührt von ihrer enormen Anzahl her: In der Schweiz zum Beispiel macht sie laut einer Studienreihe der Aduno-Gruppe mehr als 30% der Bevölkerung aus.

Differenz in der Definition

Baby-Boomer teilen sich in zwei Altersklassen auf, die zur selben Zielgruppe gehören. Beide Teile stammen überwiegend aus dem westlichen Kulturkreis und haben ähnliche demografische und geografische Merkmale. Die ältere Hälfte (Geburtsjahre 1946 bis 1954) gilt als politischer, kritischer. Sie wollte (und will) gesellschaftliche Grenzen überschreiten. Anders verhält es sich mit der jüngeren Hälfte (1954 bis 1964). Auch „Generation Jones“ genannt, geht es den jüngeren Baby-Boomern eher um Individualismus und Konsum als um Politik. Die Baby-Boomer folgten direkt auf die vorsichtige und vom Krieg geprägte Swing-Generation, hat deren Hang zu Sicherheit aber nicht so stark geerbt.

Eine Studie der GfK zeigt einen starken Trend auf: 1995 waren noch 65% der zwischen 50- und 59-Jährigen der Ansicht, es sei wichtiger, an die Zukunft als an die Gegenwart zu denken. Bis 2014 sank die Zahl auf 44%. Baby-Boomer verfügen über ein höheres Bildungsniveau als die Swinger, konsumieren gern und erben das, was die Kriegsgeneration angespart hat. Ihr Konsum ist von Marken- und Qualitätsbewusstsein geprägt. Das Produkt muss zum Lebensgefühl passen, nicht einfach nur eine Notwendigkeit sein. Wichtig: Wenn man vom Baby-Boom spricht, ist nicht automatisch die berüchtigte 68er-Generation gemeint.

Boomer-Vorsorge: ehrlich, solide und immer häufiger online

Babyboomer haben stattlichere Rücklagen als die Vorgängergeneration. Laut den Ergebnissen der letzten SAVE-Umfrage ist die Vorsorge fürs Alter die meisten Befragten aus der Baby-Boomer-Generation genauso wichtig wie das Sparen für unvorhergesehene Ereignisse. Nur 75% halten sich für im Alter ausreichend staatlich abgesichert.

Baby-Boomer setzen auf grundlegende Werte. Ehrlichkeit, Vertrauen, Zuverlässigkeit und Ordnung stehen für sie an erster Stelle. Zudem sind sie gut informiert und wollen wissen, wie genau ein Produkt funktioniert.

Auch sind sie zunehmend online anzutreffen. Von 2012 bis 2014 stieg die Zahl der 50- bis 59-jährigen, die mit dem Handy das Internet nutzten, laut GfK um 78%.

Die Millennials: But Y?

Zu Deutsch: Aber warum? Ein Satz, den man von Mitgliedern der Zielgruppe „Generation Y“ öfters hört. Sie hinterfragen kritisch, setzen auf eine Balance aus Freizeit und Arbeit und haben wegen der Finanzkrise und sozialen Unruhen ein gewisses Misstrauen gegenüber ihrer finanziellen Zukunft entwickelt.

Mitglieder der Generation Y lassen sich laut GfK den Geburtenjahrgängen 1982 bis 1996 zuordnen. Weil sie während der Jahrtausendwende aufwuchsen, werden sie oftmals auch einfach „Millennials“ genannt. Aktuell stellen sie 15% aller deutschen Privathaushalte. Bis 2020 soll die Summe auf über 20% ansteigen. Eine spannende Zielgruppe für Vorsorge- und Finanzthemen also.

Sie machen die erste Generation aus, die mit dem Internet aufgewachsen ist und miterlebt hat, wie die Digitalisierung unser Denken und Handeln veränderte. Aus diesem Grund kennen sie sich hervorragend mit digitaler Technik aus.

Millennials und die Vorsorge

Die Generation Y baut auf Neues. Das klassische Drei-Säulen-Modell ist ihr weniger geläufig als moderne Investmentarten wie Kryptowährungen oder ETFs. Das zeigen Studien der Gothaer und des Versorgungswerks MetallRente. Millennials sind wegen des oben erwähnten Misstrauens zwar sparfreudiger, leben dies aber zuweilen in volatilen und somit riskanteren Investments aus. Eine Studie der Deutschen Bank verrät, dass Millennials vorrangig für Konsumziele sparen (54%), während nur ein kleiner Teil (11%) in Altersvorsorge investiert.

Gleichzeitig hat der Großteil (67%) laut der Deutschen Bank kein Problem damit, sich von einem Experten beraten zu lassen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wichtig sind für sie eine Behandlung auf Augenhöhe und die Vertrauensbasis. Erreichen lassen sich die jungen Generationen immer mehr über die sozialen Netzwerke.

Text: Lars Nievelstein, Redaktion NewFinance Mediengesellschaft