DKM - Unternehmensseite NewFinance

Unternehmensseite NewFinance

Herzlich willkommen im Namen von
Besuchen Sie uns in Halle 3B am Stand C02
 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde,

wie die Zeit vergeht: Am 23. Oktober 2018 ist es wieder so weit. Das "Klassentreffen" der Versicherungsbranche auf der DKM in Dortmund startet in die 22. Runde. Wir freuen uns auf Wiedersehen und Kennenlernen und sind an unserem Stand im "Themenpark Insurtech" in Halle 3b für Sie am Start.

Sie möchten erfahren, wie Sie durch 360° Content Marketing ihre Zielgruppen perfekt erreichen? Sie möchten mit uns zu Themen wie Erfolgssteigerung in digitalen Kampagnen (insbesondere im B2B-Umfeld) oder aktuellen Trends im Kontext der Digitalisierung sprechen? Oder Sie interessieren sich für einen hochwertigen (und natürlich DSGVO-konformen) Relaunch Ihrer Website?

Dann sollten wir uns unterhalten. Kommen Sie gern auf einen Kaffee oder eine Erfrischung bei uns vorbei. Wir sind gespannt auf den Austausch mit Ihnen.

Möchten Sie einen festen Terrmin mit uns vereinbaren? Sehr gern! Senden Sie uns einfach eine Terminanfrage an office@newfinance.de.  

Weitere Informationen zu unseren Leistungen und Einblicke in unsere Arbeit finden Sie auf unserer Website unter https://newfinance.de/.  

Auf gute Gespräche in Dortmund!

Herzlichst Ihre

Karin Fitzka und Dr. Rainer Demski
Geschäftsführer

 
Anmeldung zur DKM 2018 - Ihr kostenloser Messebesuch

Fachbesucheranmeldung

 

Mehrfachanmeldung

     
 
Das Unternehmen
Unternehmenswebsite
E-Mail-Kontakt
AssCompact News
Smarte Akquise im Netz: Networking statt Klinkenputzen 19.06.2018

Mit der Digitalisierung rückt die Welt immer enger zusammen. Das gilt auch für die Geschäftswelt. Wie können Makler soziale Kommunikationskanäle zu ihrem Vorteil nutzen? Und was haben Sie überhaupt davon?

Smarte Akquise im Netz: Networking statt Klinkenputzen

Beziehungen schaden nur dem, der keine hat. Klaus Klages, deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger.

Klingt nach einem kitschigen Kalenderspruch. Oder nach einem möglicherweise doch sehr guten Rat? Talent ist lediglich eine Komponente des Erfolgs. Gutes Networking kann Tor und Tür öffnen, Aufträge, Jobs oder Chancen ermöglichen. Gute Networker ersetzen heute die Klinkenputzer von einst. Denn was persönlich funktioniert, klappt ebenso gut im Netz. Oder noch besser, weil effektiver. Es heißt nicht umsonst: Social Media.

Das erste Hindernis: „Die digitale Haustür“

Zuweilen reicht es schon aus, aus dieser hinaus zu treten, um das zu betreiben, was man landläufig Networking nennt. Denn dieser Überbegriff meint zunächst den Aufbau und die Aufrechterhaltung vonpersönlichen und beruflichen Kontakten. Sprich, auch mit den Nachbarn oder Paketboten. Oder online wahlweise mit dem eigenen Account in einer Facebook-Gruppe oder in einem Forum.

Gute Gründe für (digitales) Networking

Ein gut gepflegtes Portfolio an Menschen, Meinungen, Ansprechpartnern und helfenden Händen ist nie verkehrt. Die wichtigsten Gründe für Networking on- und offline:

1.) Beruflicher Austausch mit Gleichgesinnten

Egal ob fachliche Weiterentwicklung oder Wissensaustausch über Foren, Gruppen und Business-Netzwerke. Es kann sowohl darum gehen, sich als Anfänger über eine Thematik zu informieren, als auch sich als Experte zu präsentieren.

2.) Beruflicher Austausch mit Fachfremden

Ebenso wichtig wie mit Gleichgesinnten. Denn hier können Kooperationen entwickelt werden, die eine ganz neue Sichtweise bringen.

3.) Unterstützung und Projekte

Generell führt beruflicher Austausch zu Kontakten. Im Idealfall führen diese Kontakte zu gemeinsamen Projekten, wobei wieder weitere Kontakte und Bekanntschaften dazukommen. Gute Networker schaffen es, falls als Experte und Meinungsmacher etabliert, dass das Netz für sie arbeitet und ihre Kontakte ohne weiteres Zutun weitergereicht werden.

4.) Selbstbewusstsein

Warum immer griesgrämig die Gefallsucht in den sozialen Medien monieren, wenn es für einen selbst arbeiten kann? Teilen Sie Ihre Projekte einfach mal auf Instagram, machen Sie ein YouTube-Video und sammeln dadurch Likes, Shares, Kontakte, Bewunderung und Unterstützung. Es ist immer toll zu sehen, wenn fremde Menschen vom eigenen Projekt, Produkt, der eigenen Person begeistert sind.

https://www.xing.com/news/articles/warum-networking-im-beruf-so-wichtig-ist-810337

How to Network: Kenne deine Zuhörer

Die Zielgruppe, ihre Foren und favorisierten Plattformen genau zu kennen, ist erfolgsstiftend für jeden Networker. Denn wie sonst soll er seinen Zuhörer richtig einschätzen können?

Was interessiert die Leute? Kann ich ihr Interesse wecken? Haben wir gleiche Ziele und Vorstellungen? Überschneiden sich unsere Argumente? Folgen Sie ihnen auf Facebook, Xing, Instagram und Co., machen Sie sich mit ihnen vertraut.

Klug selektieren: Kanäle wählen

Facebook, Instagram, Pinterest, YouTube, Twitter, LinkedIn, Xing, Blogs und Foren. Es sind zu viele soziale Plattformen, um auf allen präsent zu sein. Stichwort: intelligente Selektion.

Ausschlaggeben ist, ob sich die Ziel- oder Interessensgruppe auf dem Kanal befindet. Facebook bietet zwar mehr Gruppen, auf Xing und LinkedIn ist der Wunsch nach beruflicher Kooperation dafür bereits gegeben. Die Wahl liegt bei Ihnen.

Auf den Eindruck kommt es an: Profil mit Profil

Wer Kontakt aufnehmen will, darf keine Angst haben sich zu zeigen und vorzustellen. Der erste Schritt für erfolgreiches Networking im Netz ist ein attraktives Profil. Dazu gehören: Starke, authentische Fotos, Videos und Profilbilder. No-Gos: Langatmige Erklärungen und Marketingphrasen. Menschen vernetzen sich mit sympathischen Menschen, nicht mit Bots oder Profilneurotikern.

Am Ball bleiben: Sei und bleibe neugierig

Networking funktioniert am besten, wenn Sie Interessengruppen folgen. Verwenden Sie Twitter-Listen, um Personen zu gruppieren, die über dasselbe Thema sprechen, und um Ihr eigenes Referenznetzwerk zu erstellen. Wenn Sie andere interessante Listen sehen, bauen Sie Ihr Netzwerk auf, indem Sie diese abonnieren. Auch auf Facebook interessanten Gruppen beizutreten, kann enorm weiterhelfen.

Mitmachen: Beiträge zur Social-Networking-Community

Social Media heißt nicht umsonst so. Grundlage aller Plattformen: Kommunikation und Interaktion. Eigene Beiträge, fremde Beiträge sind gefragt. Nur relevant sollten sie sein. Ansonsten geht es ums Teilen, Liken oder Kommentieren. Schnell entstehen Dialoge, Diskussionen, Meinungsaustausch und Kontakte.

Um die Profite Ihres Social-Media-Networking zu maximieren, sollten Sie regelmäßig in der Community präsent sein. Sich selbst immer wieder ins Gespräch bringen. Liken, Vorschlagen, Kommentieren, Diskussionen anstoßen.

Auf dem Boden bleiben: Nicht übertreiben!

Die beinahe wichtigste Regel beim Networking in den sozialen Medien. Weniger ist manchmal mehr. Denn ebenso wie im realen Berufsleben, will auch im Netz niemand mit anhänglichen Kletten und Nervensägen zusammenarbeiten. Leider verleitet die Unverfänglichkeit des Internets, zu viel Information zu veröffentlichen, zu oft Leute anzuschreiben, zu viel zu machen. Kooperationsangebote und Projekte nicht gedankenlos nach rechts und links verteilen! Niemals Kontakte sofort damit anschreiben. Die Kunst des Smalltalks ist gefragt.

Von Nikita Mitryaev, Redaktion NewFinance Mediengesellschaft

 

LOHAS, Baby-Boomer und Millennials: Auf die Ansprache kommt es an 07.06.2018

Kundengruppen verändern sich mit der Zeit. Welche Zielgruppen gibt es aktuell und welche sind neu? Worauf legen sie Wert in Sachen Vorsorge und wie unterscheiden sie sich voneinander? Und vor allem: Wie spricht man sie richtig an?

LOHAS, Baby-Boomer und Millennials: Auf die Ansprache kommt es an

Wir leben in turbulenten Zeiten. Digitalisierung und Globalisierung schweißen einerseits die Menschen zusammen und trennen dafür andere. Generationen werden von neuen Eindrücken und kulturellen Umbrüchen geprägt. Neue Zielgruppen entstehen, getrieben von neuen Motivationen und neuen Idealen, alte verändern sich und passen sich an. Will man mit ihnen einen Dialog führen, gilt es sich damit auseinanderzusetzen, was sie ausmacht. Insbesondere in Finanz- und Vorsorgefragen sind eine präzise Kenntnis des Gegenübers, „Bauchgefühl“ und Erfahrung echte Erfolgsgaranten.

Ein aufschlussreicher Einstieg

Hier eignet sich ein kleiner Vergleich: Menschen sind wie Türschlösser. Hat man eines davon vor sich, so ist dieses für gewöhnlich nur mit dem richtigen Schlüssel zu öffnen. Wenn man sich an Recht und Ordnung hält, jedenfalls. Kommt man nun mit der Intention, diesem Menschen das richtige Produkt – etwa eine Versicherung – zu vermitteln, so sollte man sicherstellen, auch den passenden Schlüssel dabeizuhaben. Oder in diesem Fall: Die richtige Strategie. Das funktioniert allerdings nicht, wenn man nicht weiß, um was für eine Tür und um welches Schloss es sich handelt.

Nicht jede Zielgruppe spricht auf die gleichen Argumente an. Die wichtigsten Merkmale für jede Gruppe ergeben sich aus diversen Faktoren. Wir haben uns für Sie drei spannende Zielgruppen näher angesehen: die LOHAS, die Baby-Boomer und die Generation Y, aka Millennials. Wie denken sie über Finanzen und Vorsorge, und was ist für eine optimale Zielgruppen-Ansprache zu beachten?

„Ist das auch wirklich nachhaltig?“

LOHAS sind eine Art weiterentwickelte Form der aus den 70-ern und 80-ern bekannten „Ökos“. Im Detail beschreibt LOHAS nicht nur eine Bevölkerungs- oder Zielgruppe, sondern einen Lebensstil. Die Abkürzung steht für das englische „Lifestyle of Health and Sustainability“, was in etwa mit „gesunder und nachhaltiger Lebensstil“ übersetzt werden kann. Die Studie „Seduction to LOHAS“ schreibt ihnen zu, überwiegend unpolitisch, ästhetisch und harmoniebetont zu leben. (http://de.stratum-consult.de/de/stratum-menschen/stratum-lohas-mythos-wirklichkeit.pdf )

Die Gruppe ist geprägt von einem hohen Bildungsniveau, einem oft überdurchschnittlichen Einkommen und dem Hang zu „neuen“ Werten: Insbesondere Gesundheit, Umwelt und der soziale Faktor sind wichtig für sie. Sie pflegen einen nachhaltigen Lebensstil, der jedoch nicht auf Verzicht basiert, sondern auf der richtigen Auswahl und Quantität ihres Konsums. Außerdem wächst die Zielgruppe stetig. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens AC Nielsen belegt, dass derzeit 30% der deutschen Haushalte „nachhaltig“ konsumieren wollen.

In Finanz- und Versicherungsfragen: Hauptsache fair

LOHAS mögen „grünes“ Geld. Damit sind Finanzprodukte gemeint, die sich umweltfreundliches und vielfach auch sozial engagiertes Wirtschaften auf die Fahnen geschrieben haben. Fortschrittlichkeit und Innovation sprechen sie genauso an wie gesellschaftliches Engagement und Umweltbewusstsein. LOHAS-Kunden belohnen Unternehmen, die verantwortungsbewusst wirtschaften. Ihnen ist es wichtig, genau zu wissen wohin ihr Geld fließt, wen sie damit unterstützen (und wen nicht) und wer davon profitiert. Glücksspiel, Atomenergie, Raubbau, unethische oder nicht-ökologische Produkte sind tabu. Transparenz hingegen entscheidend. Für Produkte, die ihrem Lebensstil entsprechen, sind LOHAS bereit, vielfach mehr zu investieren.

Die Baby-Boomer: Nichts geht über die Familie

Was klingt wie ein klassischer Einzeiler Marlon Brandos, ist in Wirklichkeit die Essenz der Baby-Boomer-Generation. Namensgebend ist die hohe Geburtenrate dieser Jahrgänge. Nach dem zweiten Weltkrieg nahm diese nämlich sowohl in Deutschland als auch in Amerika massiv zu. Die Wichtigkeit dieser Gruppe rührt von ihrer enormen Anzahl her: In der Schweiz zum Beispiel macht sie laut einer Studienreihe der Aduno-Gruppe mehr als 30% der Bevölkerung aus.

Differenz in der Definition

Baby-Boomer teilen sich in zwei Altersklassen auf, die zur selben Zielgruppe gehören. Beide Teile stammen überwiegend aus dem westlichen Kulturkreis und haben ähnliche demografische und geografische Merkmale. Die ältere Hälfte (Geburtsjahre 1946 bis 1954) gilt als politischer, kritischer. Sie wollte (und will) gesellschaftliche Grenzen überschreiten. Anders verhält es sich mit der jüngeren Hälfte (1954 bis 1964). Auch „Generation Jones“ genannt, geht es den jüngeren Baby-Boomern eher um Individualismus und Konsum als um Politik. Die Baby-Boomer folgten direkt auf die vorsichtige und vom Krieg geprägte Swing-Generation, hat deren Hang zu Sicherheit aber nicht so stark geerbt.

Eine Studie der GfK zeigt einen starken Trend auf: 1995 waren noch 65% der zwischen 50- und 59-Jährigen der Ansicht, es sei wichtiger, an die Zukunft als an die Gegenwart zu denken. Bis 2014 sank die Zahl auf 44%. Baby-Boomer verfügen über ein höheres Bildungsniveau als die Swinger, konsumieren gern und erben das, was die Kriegsgeneration angespart hat. Ihr Konsum ist von Marken- und Qualitätsbewusstsein geprägt. Das Produkt muss zum Lebensgefühl passen, nicht einfach nur eine Notwendigkeit sein. Wichtig: Wenn man vom Baby-Boom spricht, ist nicht automatisch die berüchtigte 68er-Generation gemeint.

Boomer-Vorsorge: ehrlich, solide und immer häufiger online

Babyboomer haben stattlichere Rücklagen als die Vorgängergeneration. Laut den Ergebnissen der letzten SAVE-Umfrage ist die Vorsorge fürs Alter die meisten Befragten aus der Baby-Boomer-Generation genauso wichtig wie das Sparen für unvorhergesehene Ereignisse. Nur 75% halten sich für im Alter ausreichend staatlich abgesichert.

Baby-Boomer setzen auf grundlegende Werte. Ehrlichkeit, Vertrauen, Zuverlässigkeit und Ordnung stehen für sie an erster Stelle. Zudem sind sie gut informiert und wollen wissen, wie genau ein Produkt funktioniert.

Auch sind sie zunehmend online anzutreffen. Von 2012 bis 2014 stieg die Zahl der 50- bis 59-jährigen, die mit dem Handy das Internet nutzten, laut GfK um 78%.

Die Millennials: But Y?

Zu Deutsch: Aber warum? Ein Satz, den man von Mitgliedern der Zielgruppe „Generation Y“ öfters hört. Sie hinterfragen kritisch, setzen auf eine Balance aus Freizeit und Arbeit und haben wegen der Finanzkrise und sozialen Unruhen ein gewisses Misstrauen gegenüber ihrer finanziellen Zukunft entwickelt.

Mitglieder der Generation Y lassen sich laut GfK den Geburtenjahrgängen 1982 bis 1996 zuordnen. Weil sie während der Jahrtausendwende aufwuchsen, werden sie oftmals auch einfach „Millennials“ genannt. Aktuell stellen sie 15% aller deutschen Privathaushalte. Bis 2020 soll die Summe auf über 20% ansteigen. Eine spannende Zielgruppe für Vorsorge- und Finanzthemen also.

Sie machen die erste Generation aus, die mit dem Internet aufgewachsen ist und miterlebt hat, wie die Digitalisierung unser Denken und Handeln veränderte. Aus diesem Grund kennen sie sich hervorragend mit digitaler Technik aus.

Millennials und die Vorsorge

Die Generation Y baut auf Neues. Das klassische Drei-Säulen-Modell ist ihr weniger geläufig als moderne Investmentarten wie Kryptowährungen oder ETFs. Das zeigen Studien der Gothaer und des Versorgungswerks MetallRente. Millennials sind wegen des oben erwähnten Misstrauens zwar sparfreudiger, leben dies aber zuweilen in volatilen und somit riskanteren Investments aus. Eine Studie der Deutschen Bank verrät, dass Millennials vorrangig für Konsumziele sparen (54%), während nur ein kleiner Teil (11%) in Altersvorsorge investiert.

Gleichzeitig hat der Großteil (67%) laut der Deutschen Bank kein Problem damit, sich von einem Experten beraten zu lassen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wichtig sind für sie eine Behandlung auf Augenhöhe und die Vertrauensbasis. Erreichen lassen sich die jungen Generationen immer mehr über die sozialen Netzwerke.

Text: Lars Nievelstein, Redaktion NewFinance Mediengesellschaft

 

DSGVO: Was leistet eine Standard-Datenschutzerklärung? 05.06.2018

Zur Anpassung an die neue DSGVO nutzen viele Unternehmen Standard-Vorlagen für Datenschutzerklärungen oder Generatoren, unter anderem für die Publikation auf den eigenen Internetseiten. Doch diese Vorlagen stoßen gerade hier schnell an ihre Grenzen.

DSGVO: Was leistet eine Standard-Datenschutzerklärung?

Seit etwas mehr als einer Woche ist die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nun in Kraft. Ihre Einführung forderte unter anderem bei einem Großteil der Unternehmen in Deutschland eine Anpassung und Erweiterung der Datenschutzerklärung. Viele von ihnen griffen dazu auf Standard-Vorlagen oder Generatoren zurück, die seit einiger Zeit zahlreich im Internet angeboten werden. Doch genügen diese standardisierten Vorlagen auch tatsächlich den rechtlichen Anforderungen? Experten raten, hier mit Bedacht zu agieren und nicht „am falschen Ende zu sparen“.

„Mustervorlage für die Datenschutzerklärung ist nur eine Basis“

4,34 Millionen Treffer: Genau so viele Suchergebnisse wirft die Google-Suche für die Suchphrase „Datenschutzerklärung DSGVO Muster“ aus. Unzählige Anbieter wie e-recht24, Law-Blog oder der Haufe-Verlag bieten Download-Vorlagen oder Generatoren für die DSGVO-konforme Datenschutzerklärung an. Auch speziell für Vermittler und Vertriebe sind einige Anbieter wie etwa der Branchenverband AfW, die Kanzlei Michaelis oder die verschiedenen Maklerpools tätig geworden.

Dabei ist gerade für Branchenkollegen, egal ob Makler, Mehrfachagenten, Vertriebe oder Ausschließlichkeit, die Umsetzung der DSGVO für den eigenen Webauftritt alles andere als ein „Spaziergang“. „Die zahlreichen unterschiedlichen Systeme und Integrationen, mit denen die Branche ihre Webseiten betreibt, erfordert unbedingt eine individuelle Begutachtung. Standardvorlagen können hier nur eine Basis bilden“, erklärt Bartlomiej Zornik, spezialisiert auf das Versicherungsrecht und langjähriger Experte im Bereich Datenschutz.

Viele Systeme können rechtswidrig „nach Hause telefonieren“

In der Tat: Systeme, mit denen Unternehmen im Versicherungsvertrieb und der Finanzwirtschaft ihre Websites betreiben, sind so vielfältig und heterogen wie die Branche selbst. Neben diversen Hostern, Content Management-Systemen und Frameworks sind auch unzählige Drittsysteme in den Websites der kleinen bis großen Anbieter im Einsatz. Hierzu zählen verschiedene Plugins und Erweiterungen ebenso wie Statistik- und Analysemodule bis hin zu branchenspezifischen Tools wie Finanz- und Vergleichsrechner oder Affiliate-Integrationen.

„In vielen Fällen sind die Webseiten von Vermittlern und Vertriebseinheiten über Jahre gewachsen, und die Betreiber wissen oft gar nicht so genau, was alles in ihren Seiten läuft und personenbezogene Daten erfassen könnte“, so Zornik. Diese Systemvielfalt könnte durch Standardvorlagen für eine Datenschutzerklärung gar nicht berücksichtigt werden. Sehr viele dieser Systeme und Module würden dabei auch nicht von deutschen oder europäischen Anbietern bereitgestellt, was zur Folge habe, dass die Nutzung dieser Dienste der DSGVO schon grundsätzlich zuwiderlaufen könne. „Google, Facebook & Co. sind da oft nur die Spitze des Eisbergs“, betont Zornik.

„Vorlagen werden unkritisch übernommen“

„Häufig weisen die Anbieter von Datenschutz-Vorlagen und Generatoren auch auf diesen Sachverhalt hin und haben entsprechende Haftungsausschlüsse in ihren Vertragsbedingungen inkludiert. Leider wird das aber oft nicht berücksichtigt, wie unsere Stichproben im Markt gezeigt haben. Die Vorlagen werden einfach unkritisch und ohne Anpassung in die Webseiten übernommen“, erläutert Zornik. Der Website-Betreiber schaue dabei eher auf den Preis des Angebots und wähne sich mit der Übernahme der Vorlage in vermeintlicher Sicherheit.

Techniker und Juristen sollten gemeinsam agieren

Betreibern, die diesem Risiko aus dem Weg gehen wollen, empfiehlt Zornik eine genaue Prüfung der Website mit anschließender Erstellung und Anpassung der Datenschutzerklärung. „Hier sollten Techniker und Juristen sich eng austauschen, denn der Jurist kann in der Datenschutzerklärung ja nur das berücksichtigen, was auch tatsächlich in der Website des Betreibers läuft“, betont er. Fachgerecht erstellte oder online generierte Vorlagen könnten hier allenfalls eine juristische Basis bilden. Zur Erstellung einer optimalen Datenschutzerklärung empfiehlt Zornik die folgenden Arbeitsschritte:

1. Briefing der Techniker/Webentwickler durch den Betreiber und den Juristen oder Datenschutzbeauftragten

2. technische Analyse der Website und aller dort integrierten Systeme und Module (insbesondere in Bezug auf jene, die personenbezogene Daten erfassen oder erfassen könnten)

3. Weitergabe dieser Information an den Fachjuristen oder Datenschutzbeauftragten

4. gegebenenfalls Anpassung der Technologie und Ersatz nicht DSGVO-konformer Funktionen

5. Anpassung oder Erstellung der Datenschutzerklärung und rechtskonforme Integration in die Website

Auch für die Zukunft heißt es: am Ball bleiben

Neben diesen initialen Maßnahmen empfiehlt sich zudem eine regelmäßige Überprüfung der Websites nach gleichem Muster. „Webseiten sind lebendige Systeme: Durch Updates oder neu integrierte Module können sich die Rahmenbedingungen laufend ändern. Es genügt bereits die Implementierung einzelner Dienste wie Google-Maps oder eines Kontaktformulars für besondere Aktionen, und die Datenschutzerklärung der Website benötigt eine Ergänzung.“, mahnt Zornik.

Hier gelte es, auch im weiteren Betrieb aktuell zu bleiben. Durch eine kontinuierliche und sensible Zusammenarbeit zwischen Betreibern, technischen Betreuern des Webauftritts und Juristen könne man Risiken auch dauerhaft erfolgreich vorbeugen. „In gar nicht so ferner Zukunft kommt die E-Privacy-Richtlinie der EU, welche wieder Änderungen nach sich zieht. Gerade Verordnungen und Richtlinien wie diese zeigen deutlich den Bedarf an kontinuierlicher Überwachung des eigenen Webauftrittes,“ so Zornik.

Text: Dr. Rainer Demski, Redaktion NewFinance Mediengesellschaft