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Lebensversicherer: Verbrauchervertrauen nicht nachhaltig erschüttert 11.10.2018

Im jüngsten Map-Report (Nummer 904) „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2017“ werden die Kennzahlen von insgesamt 82 deutschen Lebensversicherern einer ausführlichen Analyse unterzogen. Die Map-Report-Redaktion wertet die Zahlen vor dem Hintergrund des schwierigen bis kritischen Marktumfelds als Erfolg, obgleich sich in den Beständen über eine Million weniger Verträge befinden als im Vorjahr.

Lebensversicherer: Verbrauchervertrauen nicht nachhaltig erschüttert

Zum Jahresende 2017 hatten die deutschen Lebensversicherungsgesellschaften rund 83,5 Millionen Verträge an Hauptversicherungen im Bestand, 4,9 Millionen Policen wurden neu abgeschlossen. Das geht aus dem jüngsten Map-Report (Nummer 904) „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2017“ hervor, in dessen Rahmen 82 deutsche Lebensversicherer einer ausführlichen Bilanzanalyse unterzogen wurden. Grundlage sind die Kennzahlen aus den Jahresabschlüssen für die Jahre 2017 und 2016.

Schwieriges Branchenumfeld

Seit 2004 sei es der Branche nicht mehr gelungen, den Abrieb in den Beständen durch ausreichendes Neugeschäft zu kompensieren. Die 83,5 Millionen Verträge in der Hauptversicherung bedeuten 1,06 Millionen Policen weniger als im Vorjahr (−1,3%). Die 4,9 Millionen neu verkauften Verträge in der Hauptversicherung sind 126.111 Policen weniger als im Vorjahr (−2,5%). Dennoch wertet die Map-Report-Redaktion die Zahlen unter Verweis auf das Jahr 2015, in dem das Defizit noch bei einem Minus von knapp 400.000 Policen (−7,2%) gelegen hatte, als Erfolg. Vor allem, wenn man bedenke, mit welchen Herausforderungen die Branche in letzter Zeit konfrontiert (gewesen) sei; Stichworte Run-off-Debatte, Digitalisierung, Einführung von Solvency II, Zinszusatzreserve, LVRG. Ganz zu schweigen von der Niedrigzinsphase, die den Druck auf die Anbieter noch einmal deutlich vergrößert habe. Zudem seien die Zahlen ein Zeichen dafür, dass trotz der nicht abreißenden Meldungen über unrentable und überteuerte Produkte das Vertrauen der Verbraucher bisher nicht nachhaltig erschüttert werden konnte.

Neben klassischen Bilanzkennzahlen wie Nettorendite, Verwaltungskosten- und Abschlusskostenquote, Beitragseinnahmen, Marktanteilen, Stornoquoten und weiteren Kennziffern bilden Bestands- und Neugeschäftsentwicklungen einen Analyse-Schwerpunkt in den Map-Report-Ratings. Dabei zeige sich immer wieder, dass bilanzstarke Gesellschaften tendenziell auch bei den Kennzahlen der Bereiche Service- und Vertragsdaten besser abschnitten als Anbieter mit schwächeren Bilanzdaten.

myLife und Allianz bauen Beitragseinnahmen aus

Die verdienten Bruttobeiträge beliefen sich im Jahr 2017 auf 86,07 Mrd. Euro, was einem Rückgang von 0,3% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Laut Map-Report konnten 29 Gesellschaften ihre Beitragseinnahmen steigern, 53 Anbieter lagen hingegen unter dem Vorjahresniveau. Relativ betrachtet konnte die myLife Lebensversicherung ihre Beitragseinnahmen am deutlichsten ausbauen, nämlich um 62,6% auf 120,5 Mio. Euro. In absoluten Zahlen betrachtet, konnte die Allianz am meisten Boden gut machen und ihren Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr um 2,52 Prozentpunkte ausbauen.

Die größten Bestandsgewinner an Hauptversicherungen sind dem Map-Report zufolge ÖSA (+5,47%), Targo (+5,421), ALTE LEIPZIGER (+5,26%) und Dialog (+5,19). Was das Neugeschäft nach eingelösten Versicherungsscheinen angeht, so tut sich die DEVK Eisenbahn mit einer Veränderung von +106,6% im Vergleich zum Vorjahr als Gewinner mit großem Abstand hervor.

Positive Stornoentwicklungen

Die Stornoentwicklungen bezeichnet der Map-Report als durchweg positiv. Die zehn Gesellschaften, die ihre Stornoquote am stärksten gesenkt haben, sind myLife (−28,80%), Deutsche Lebensversicherung (−19,34%), PB Lebensversicherung (−17,75%), Athora (−16,88%), PLUS Lebensversicherung (−16,69%), Bayerische Beamten (−14,57%), Entis Lebensversicherung (−13,66%), Itzehoer (−11,65%), Nürnberger (−10,46%) und Delta Direkt (−10,05%).

Mehr Informationen zum Map-Report (Nummer 904) „Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2017“ gibt es hier.

 

Die Kluft bei den privaten Krankenversicherern wächst 21.08.2018

Während die Kapitalanlagen und Alterungsrückstellungen gestiegen sind und auch die Beitragseinnahmen stark zulegt haben, befindet sich die PKV im Spannungsfeld von Niedrigzins, Bestandsabrieb und schwächelndem Neugeschäft. Laut Map-Report driften die Anbieter auf dem Markt zunehmend auseinander.

Die Kluft bei den privaten Krankenversicherern wächst

Der aktuelle Map-Report liefert eine Bilanzanalyse der privaten Krankenversicherer (PKV). Im Vergleich zur vergangenen Ausgabe mit 32 Anbietern bleiben mit dem Wegfall des Deutschen Rings noch 31 Gesellschaften in der Vollversicherung, auch wenn mit dem Start-up Ottonova 2017 ein neuer Anbieter hinzugekommen ist. Dem Bericht zufolge lasse sich an den Ergebnissen ablesen, wie stark das Geschäft der privaten Krankenversicherer (PKV) inzwischen von äußeren Einflüssen bestimmt wird.

Anbieter durch Niedrigzins unter Druck

Die Zinsentwicklung schlägt sich immer mehr auf die PKV-Kunden durch und die Branche hat zunehmend zu kämpfen, ausreichenden Zinssatz zu erzielen. Diese Entwicklung spiegelt sich deutlich am Rückgang der laufenden Durchschnittsverzinsung wieder. Betrug die Verzinsung 2016 noch 3,51%, waren es 2017 nun 3,30%.

Weiter schrumpfende Bestände und schleppendes Neugeschäft

In der Vollversicherung schreitet 2017 der Bestandsabrieb stärker voran als noch im Vorjahr. Während die Branche im Jahr 2016 insgesamt 14.600 Vollversicherte weniger zählte, verlor sie 2017 deutlich mehr, nämlich 19.300 oder 0,2%. Elf der 31 Anbieter mit Vollversicherten gelang es, ihre Bestände zu erweitern. Gemessen an absoluten Werten hatte die Debeka mit einem Plus von 29.213 Kunden die Nase vorn, es folgten die Axa (4.701), Hansemerkur (4.449) und Signal Iduna (4.222). Die größten Bestandsverluste verzeichnete wie in den Vorjahren die DKV mit 19.478 Versicherten weniger sowie die Central (- 9.260), die Bayerische Beamtenkranken (- 7.705) und die Allianz (- 6.686). Die ab 2019 sinkenden Beiträge für Arbeitnehmer und Selbstständige in der gesetzlichen Krankenversicherung und damit der höhere Anreiz, in der GKV zu verbleiben, dürften das seit sechs Jahren in Folge schwächelnde Neugeschäft nicht gerade ankurbeln.

Zuwachs bei Beitragseinnahmen

Wohingegen die Bestände schrumpfen, verzeichneten die privaten Krankenversicherer nicht zuletzt auch dank höherer Beitragsanpassung Anfang 2017 den stärksten Zuwachs der Beitragseinnahmen seit 2010. So stiegen die Beitragseinnahmen überdurchschnittlich bei folgenden Anbietern: Mecklenburgischen, DEVK, Debeka, R+V und Hansemerkur.

Steigende Kapitalanlagen und Altersrückstellungen

Ein Anstieg ergibt sich sowohl bei den Kapitalanlagen, und zwar von 259,9 Mrd. Euro innerhalb eines Jahres auf 274,1 Mrd. Euro wie auch bei den Alterungsrückstellungen. Mit einem Wachstum von 6,2% hat die PKV inzwischen 246,9 Mrd. Euro eingesammelt, um die Beiträge der Kunden auch im Alter bezahlbar zu halten. Laut den Autoren des Map-Report weist erneut kein Anbieter geringe Werte auf als im Vorjahr. Auf Platz 1 mit der höchsten Alterungsrückstellung landet erstmals die Debeka vor der DKV.

Trendwende bei den Bewertungsreserven

Eine Trendwende ermittelte der Report bei den Bewertungsreserven. Während die meisten Anbieter 2016 die Bewertungsreservequote steigerten, zeigte sich 2017 bei allen Versicherten ein Absinken. So verringerte sich im Branchendurchschnitt der Anteil der Bewertungsreserven an den gesamten Kapitalanlagen von 16,8 auf 15,0%.

Anbieter driften auseinander

Insgesamt sieht der Map-Report die Anbieter stärker auseinanderdriften. Der Markt unterteilt sich zunehmend in schrumpfende, stagnierende und andererseits wachsende Unternehmen. (tk)